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PROJEKT INFO

Gruppenperformance für das Student Forum
European Media Art Festival Osnabrück 1997

Originaldauer 35 Minuten

Performance: Walli Höfinger, Christiane Hommelsheim, Beate Kercher, Ingrid Mwangi, Gabriel Pichler, Gertrud Riedmüller, Klaudia Stoll, Jacqueline Wachall

Kamera: Robert Hutter, Susanne Wilms

Schnitt: Ingrid Mwangi

Re-cordis: Erinnern – zurückgeben durchs Herz

Die Performance "re-cordis: erinnern, zurückgeben durch's Herz" besteht aus individuellen Beiträgen der Teilnehmerinnen, die sich über das Improvisations- und Raumkonzept verbinden. Einzelaktionsübergreifende sowie gemeinsame thematische Elemente bieten dem Betrachter Assoziationsebenen zur Verknüpfung eigener Geschichten. Körperarbeit, Improvisation, Video und Sound sind Hauptelemente der Performance.

Walli Höfinger
betäubtes Herz Zwischenwand unsichtbar
synthetisch atemlos taub ferngesteuert
Achterbewegung Kopf
Ich wundere mich und schaue zu
atemlos rasend eingefroren gleichzeitig
der Schmerz um die Ecke wartet auf seinen Moment
drückt mir von unten auf den Kehlkopf
der Moment kommt nicht von selbst
wirklich gesehen werden ohne hinzusehen
Hand auf's Herz

Christiane Hommelsheim
Der Punkt zwischen gestern, heute und morgen - Transitiontimes.
„Every day in the morning when you get up and you crawl out of bed and you crawl out of bed and you crawl out of bed every day in the morning when you get up and you crawl out of bed..."
Über Ambivalenz von Rhythmus, Balance und unerträglicher Routine.Christiane Hommelsheim: Geboren 1979 in Göppingen. Studium der Freien Kunst im Bereich Neue Künstlerische Medien bei Ulrike Rosenbach. 1996 Diplom. Zur Zeit Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerks.

Beate Kercher
Die Öffnungen, durch die die Strahlen
aus meinem Inneren heraustreten.
Was kann mich abhalten zu strahlen?
Die Schutzringe werden zu Schallwellen.
Ich bin die Erde.
Du kennst mich. Der Druck in deinem Inneren ist meine Spannung.
Die Spannung in deinem Inneren ist mein Ersticken.
Strahlen ist nicht gefährlich.
Strahlen ist nicht anstrengend.
Lausch meinen Tönen.
Fühl meinen Atem.Beate Kercher: Geboren 1970 in Bonn. Studium an der HBKsaar: Neue Künstlerische Medien bei Ulrike Rosenbach. 1996 Diplom, Schwerpunkt: Stimme und Bewegung, Verbindung von Kunst und Heilung.

Ingrid Njeri Mwangi
Wir reden miteinander -
und doch aneinander vorbei.
Wir schauen uns an -
und können uns doch nicht sehen.
Wir sind drei,
aber es ist nur eine, die drei Rollen spielt.
Wir wollen kommunizieren -
und doch gibt es keine Kommunikation.Ingrid Njeri Mwangi: Geboren 1975 in Nairobi, Kenia. Seit 1990 in Deutschland. Studium ab 1994: Neue Künstlerische Medien an der HBKsaar.

Gabriele Pichler           
Mund aufmachen - Luft wegnehmen
für die Dauer eines Atemzugs,
zum Punkt der Erschöpfung,
Zeit steht still.Gabriele Pichler: Geboren 1967 in Lienz, Österreich. 1986-90 Studium Grafik-Design in Wien. Seit 1993 Studium an der HBKsaar: Neue Künstlerische Medien bei Ulrike Rosenbach.

Gertrud Riedmüller
Ein Kind, das eine zerstörerische Handlung vollzieht.
Eine Frau, sich in ein Tier verwandelnd.
Eine trauernde Alte.
Negativ besetzte Handlungsweisen stehen vitalen Kräften gegenüber.Gertrud Rietmüller: Geboren 1961 in Niedermendig, seit 1991 an der HBKsaar. Arbeiten mit Installationen, Video und Performance.

Klaudia Stoll
wenn die Wörter kommen
dazwischen
eine schwere Ballerina
schwebt
it's my way
Klaudia Stoll: Geboren 1968 in Rastatt. 1989-93 Goldschmiedelehre an der Zeichenakademie Hanau. Seit 1993 Studium an der HBKsaar: Neue Künstlerische Medien bei Ulrike Rosenbach.

Jaqueline Wachall
aufstehen, machen, nachfühlen, nochmal machen, nachschauen, wie fühlt es sich an, bleibt es an der Oberfläche, kommt es aus meinem Innersten, wie tief will ich gehen, wie tief kann ich gehen, will ich das von mir zeigen, ehrlich sein, keine Rolle spielen, bloß nicht an ein Konzept denken, sofort bricht alles zusammen, wie gelähmt, was werden die anderen denken, alles nichts wert, nicht gut genug, nicht interessant, die Kraft verlässt mich.
immer wieder zu diesen Gedanken zurückkehren.
an einem anderen Tag, es ist einfach da, ich muss nur noch machen, kommt aus einem inneren Gefühl heraus, ich muss es nur zulassen, Vertrauen haben (zu mir), eine unwirkliche Wirklichkeit bricht in mein Bewusstsein, etwas Unvorhersehbares, ich kann es weder mit den Blicken fassen noch aus meinem Blick vertreiben, hinter dieser Verwirrung bin ich ohne Gedanken.Jacqueline Wachall: Geboren 1965 in Saarbrücken. Seit 1993 Studium an der HBKsaar mit Schwerpunkt Malerei und Performance.