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 Es war nie mehr Anfang als jetzt

Duett mit Christiane Hommelsheim

Deutschherrenkapelle Saarbrücken, KUBA Münster, 2000

Originaldauer 35 Minuten

Performance / Video: Walli Höfinger & Christiane Hommelsheim

Kamera: Gudrun Esterer

 

 

 Ein multimedialer Dialog zweier Künstlerinnen im Raum zum Thema Sein und Reisen in der Zeit, Präsenz, Rhythmus, Erinnerung und emotionale Parallelwelten.

Ein strukturgebendes Rahmenelement der Performance bildet ein rhythmisches, mehrstimmiges, von Christiane Hommelsheim mittels eines Loopgeräts live kreiertes Soundscape mit den Worten „eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, ... vierundzwanzig Stunden", mit dem sie im Verlauf der Performance spielt. Ein weiteres Element, das imer wieder auftaucht, ist ein sehr lauter, extrem tiefer Brummton, nach dessen Verklingen eine besondere Qualität von Stille entsteht, die den Raum öffnet für die nächste Sequenz.
Teile der Performance sind ein Atem-Rhythmus-Duo, Christiane Hommelsheim improvisiert mit Atemgeräuschen auf die live erzeugten Atemgeräusche Walli Höfingers beim Seilspringen, während hinter ihr auf der Screen das Bild einer permanenten, mit Feuer unterlegten Schriftaufzeichnung zu sehen ist. Sie versinnbildlicht die Idee eines Scripts: Der Körper als die Instanz in uns, die permanent alles „mitschreibt", registriert, ein Prozess, der immer weiterläuft, solange wir leben. Eine weitere Assoziationsebene ist, „ewig etwas nachzurennen" und niemals innezuhalten, „vom Teufel gejagt" zu sein. In der nächsten Sequenz dreht sich Walli Höfinger zum Geräusch eines immer wilder kritzelnden Bleistiftes auf Papier bis zur körperlichen Erschöpfung, zum Kollaps.
Christiane Hommelsheim begibt sich mit ihrer Körper-Stimm-Text-Improvisation in den Bereich extremer menschlicher Gefühle und Zustände, eine emotionale Reise in Vergangenheit und Zukunft, die sich im subjektiven Jetzt begegnen.
Nach all der Rastlosigkeit und Extremität endet die Performance mit dem heiteren Schlusssatz „Grad hab ich an dich gedacht...", anspielend darauf, dass all unsere Zustände und Emotionen subjektiv in der Zeit erlebt werden und letzlich doch relativ sind.