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PROJEKT INFO

Improvisationsprojekt von Magdalena Inc.+

Christopher Dell
Walli Höfinger
Christiane Hommelsheim
Ruth Hommelsheim

Reichenow/Berlin, Trier, 2003
Originaldauer ca. 50-60 Minuten
Fotos: Klaus Meyer

Das Beziehungsgeflecht zwischen Körper und Raum hat sich im 20. Jahrhundert radikal verändert. Unser Körper und die Topographie seiner Verortung ist in fraktale Dimensionen vorgerückt. Im Dreischritt des performativen Körpers des Künstlers, seiner Angeschlossenheit an den virtuellen Raum per Digicam und Laptop sowie des partizipierenden Körpers des Zuschauers eröffnet sich eine Dialektik mediatisierter Erfahrung. Dieser Dialektik und der ihr immanenten Problemstellungen widmet sich Magdalena Inc.+. Sie begreift die Fraktalität, das Imperfekt, das Unscharfe als Chance für eine Versinnlichung und Verdichtung körperlicher Erfahrungswelten. Diese verharren nie in Selbstreflexivität, sonderen verbinden Mimesis mit Alterität.

Jede(r) PerformerIn ist nicht nur VertreterIn seiner/ihrer Fachkompetenz, sondern geht über diese hinaus. Der Musiker wird zum Tänzer, die Bewegerin zur Sängerin. 
Wie geht das? In ausgedehnten Workshop-/Probephasen geben sich die Ensemblemitglieder gegenseitig Workshops in ihren Kernkompetenzen und leisten so Vermittlungsarbeit. Die Disziplinen kooperieren und verstehen einander, sehen sich selbst aus unterschiedlichen Perspektiven. 

Die Performance verbindet darstellerische Arbeit mit Elementen der Rauminstallation. Große Video- und Diaprojektionen an den (alt-) belassenen Wänden sowie Monitore am Boden bilden eine imaginative atmosphärische Media-Landschaft. Mithilfe von Bildern, Dynamiken und Klängen wird ein Raum eröffnet, der eine Wahrnehmungssensibilisierung von Bewegung und Zeit ermöglicht. Aus diesem Raum entfaltet sich die Performance als Interaktion der Teilnehmer in realtime. Die Handlung der PerformerInnen baut sich durch die Gleichzeitigkeit im Raum auf, verdichtet sich an manchen Stellen und löst sich phasenweise wieder ganz auf. Jede Aufführung ist Unikat, entsteht aus und verschwindet in der Zeit des jeweiligen Abends.